Das Foto zeigt im Hintergrund das ehemalige Fabrikgebäude der Fa. Schmetz in dem jetzt auch Unterrichtsräume beherbergt sind. Bild v.li.n.re.: Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian, Elke Godel-Jansen (Mitarbeiterin Schulamt), Astrid Lauber (Schulleiterin Regenbogenschule), Andrea und Guido Schmetz (Projektentwickler SCM Grundstücksmanagement GmbH)

Regenbogenschule ist erster Mieter im „Nadelmacher Quartier“

Das frühere Fabrikgebäude beherbergt jetzt Unterrichtsräume

Geburtenstarke Jahrgänge und damit einhergehend steigende Schülerzahlen brachten die Grundschule „Regenbogenschule“ in Herzogenrath in Raumnot. Eine vorübergehende Lösung konnte durch die Anmietung eines vakanten Traktes in der ehemaligen Verwaltung der Nadelfabrik Schmetz gefunden werden.
Die Nadelfabrikation hat die Herzogenrather Stadtgeschichte stark geprägt. Im Jahre 1889 wurde das Werk an der Leonhardstraße von Rudolf Schmetz eröffnet und avancierte im 20. Jahrhundert zur weltweit führenden Produktionsstätte für Nadelsysteme. Nach über 130 Jahren endete in Herzogenrath die Ära der Nadelproduktion mit der Verlegung des Unternehmenssitzes an einen anderen Standort. Zurück blieb ein geschichtsträchtiger Ort im Zentrum der Stadt, dem nun ein neues zeitgemäßes Gesicht verliehen werden soll.

Die Gebäude der ehemaligen Nadelfabrik an der Leonhardstraße werden mittlerweile von den Erben in der SCM Grundstücksmanagement GmbH betreut, mit dem Ziel, in dem „Nadelmacher Quartier“ Raum für Gewerbe, Wohnen sowie Forschung und Entwicklung zu schaffen.

Den Start hat die ebenfalls in der Leonhardstraße ansässige Regenbogenschule gemacht, die als erste Mieterin das neue „Nadelmacher Quartier“ zu schulischen Zwecken nutzt. „Durch die steigenden Geburtenzahlen stieg auch unsere Klassenzahl sukzessive. Im kommenden Jahr haben wir in allen Jahrgängen drei Klassen zu unterrichten. Parallel dazu steigt auch der Bedarf an OGS-Plätzen, so dass wir eine Lösung für das fehlende Raumangebot benötigten“, berichtet die Schulleiterin Astrid Lauber. An Hauptstandort in der Leonhardstraße werden derzeit rund 280 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Das Schulamt suchte eine Lösung für die Platzfrage und hat sie gefunden. Seit kurzem dienen ca. 400 Quadratmeter Gebäudefläche im Querriegel des früheren Fabrikgebäudes als Unterrichtsräume. Auf dem kurzen Weg wechseln jetzt täglich kleine Schülergruppen die Straßenseite um dort z.B. herkunftssprachlichen Unterricht oder musikalische Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Musikschule wahrzunehmen. In drei Jahren wird die in der Leonhardstraße ansässige Förderschule nach Kohlscheid ziehen, so dass sich die Platzsituation wieder entzerrt und zusätzlicher Raumbedarf nicht mehr nötig sein wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses traditionsreiche Gebäude wiederbeleben können und jetzt so viele Kinder hier unterkommen. Die weitere Gestaltung dieses historischen Quartiers in einem modernen Kontext ist für uns eine große Herausforderung und Aufgabe, der wir uns engagiert stellen“, erläutern die Projektentwickler Andrea und Guido Schmetz.

Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian freut sich über die gelungene Kooperation: „Mit diesem Projekt können wir die beengte Raumsituation für die kommenden drei Jahre an der Regenbogenschule entlasten und eine räumlich nah gelegene Lösung finden. Durch die nahe räumliche Anbindung der Gebäude kann der Unterricht wieder in vollem Umfange mit ausreichendem Platzangebot stattfinden. Ein hervorragendes Ergebnis, das von allen Beteiligten bestens realisiert wurde!“

 

Foto: Pressestelle/Petra Baur

Datum:10.09.2021

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