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MenschenMobil Herzogenrath seit einem Jahr erfolgreich im Einsatz
Seit knapp einem Jahr ist das MenschenMobil als speziell ausgestattetes Fahrzeug zum Transport von älteren oder gehbehinderten Menschen auf Herzogenraths Straßen im Einsatz. 11.400 Kilometer hat es dabei bereits zurückgelegt und vor allem Seniorinnen und Senioren dabei wieder Mobilität, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
„Man kommt wieder vor die Tür, auch im Winter“, sagt Gertrud Müller, die das MenschenMobil regelmäßig nutzt. Auch Tinni Heinen, ebenfalls oftmals Fahrgast im Spezialbus, ergänzt: „Ich kann selbst nicht mehr Auto fahren und bin dank des Angebots trotzdem mobil und flexibel. Daher habe ich es wirklich oft genutzt.“ Im Vergleich zum ÖPNV-Bus sei zudem der Ein- und Ausstieg weitaus einfacher für die Rentnerin.
Der MenschenMobil Herzogenrath e.V., der das Fahrzeug betreibt, hat seit seiner Gründung über 100 Mitglieder gewinnen können, darunter auch Firmen, die das Fahrzeug regelmäßig nutzen. Die Mitgliedsbeiträge reichen, um den laufenden Betrieb des sehr gut gebuchten Transporters zu decken. Das Rückgrat für den erfolgreichen Einsatz des MenschenMobils sind aber die elf ehrenamtlich tätigen Fahrer, von denen drei sogar noch berufstätig sind. Da das MenschenMobil aber manchmal den ganzen Tag unterwegs ist, sucht der Verein um die Vorsitzende Heidi Klemm nun für eine bessere Tagesaufteilung und um das Angebot auch bei Krankheitswellen oder in der Urlaubszeit aufrechterhalten zu können, noch weitere Fahrer – auch Frauen sind hierbei gern gesehen.
Fünf oder sechs neue Fahrer wären ideal. Dabei ist kein Personenbeförderungsschein notwendig, da der MenschenMobil e.V. gemeinnützig ist. Schulungen zur Funktionsweise der bis zu 450 Kilo hebenden Rampe oder zu weiteren Besonderheiten des MenschenMobils übernimmt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Eduard Vondenhoff persönlich.
Wer schon zum Fahrerteam gehört, zeigt sich begeistert und dankbar über diese Möglichkeit, Älteren in der Herzogenrather Stadtgesellschaft auf diese Weise zu helfen. Die Dankbarkeit der Fahrgäste spüre man stets und die Fahrten seien aufgrund der vielen guten Gespräche auch nie langweilig. „Helfen macht glücklich“, ist die einhellige Meinung der bereits aktiven Fahrer, warum man dieses Ehrenamt ausführen sollte. Auch Gertrud Müller und Tinni Heinen sind voll des Lobes über die Fahrer, die für die Fahrgäste auch Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass sie stets pünktlich abgeholt werden und immer gut und sicher am Ziel ankommen.
Für eine Fahrt im MenschenMobil kann sich jeder immobile oder behinderte Mensch in Herzogenrath über eine Hotline anmelden, um für 10 Euro im Monat Mitglied im Verein zu werden. Als Mitglied kann man den Fahrdienst dann so oft man möchte in Anspruch nehmen. Wer den Fahrdienst nutzen will, muss sich spätestens zwei Tage vor der Fahrt telefonisch anmelden. Die Nutzerinnen und Nutzer des sozialen Fahrdienstes werden sowohl zuhause abgeholt als auch dort wieder hingebracht. Eine ausfahrbare Stufe ermöglicht einen bequemen Ein- und Ausstieg. Rollstühle und Rollatoren werden fachgerecht verladen und verstaut.