Foto: Bürgerstiftung Herzogenrath

Die Bürger haben schon weit über 170.000 Mal den Hebel umgelegt!

Seit dem 06. April steht die Tihange-AUS-Säule auf dem August-Schmidt-Platz in Merkstein

An ihren ersten beiden Standorten in Herzogenrath-Mitte und Kohlscheid wurde die Tihange-AUS-Säule schon bestens frequentiert - weit über 170.000 Mal wurde der Hebel bereits betätigt. Seit dem 06. April steht die Säule für vier Wochen auf dem August-Schmidt-Platz in Merkstein.

Die beiden Aachener Künstler Rolf Jägersberg und der Designer Lars Harmens haben die intensive Diskussion um das Kraftwerk in Tihange aufgegriffen und eine sogenannte „soziale Skulptur“ in Form der Tihange-AUS-Säule entworfen. An dieser interaktiven Säule, die mit einem Zählwerk versehen ist, können Passanten den Hebel umlegen und damit ihren Protest gegen die Weiterbetrieb des belgischen „Pannenmeilers“ zum Ausdruck bringen. Die Nutzerzahlen der Protestierenden werden wöchentlich durch die Künstler der belgischen Regierung mitgeteilt.

Im Oktober des vergangenen Jahres schrieben Rolf Jägersberg und Lars Harmens die Städte und Kommunen an und stellten ihr Projekt vor, um möglichst viele Teilnehmer hierfür zu gewinnen. „Die Stadt Herzogenrath signalisierte direkt Interesse eine Säule fertigen zu lassen. Die Ängste in der Bevölkerung sind sehr groß und es ist wichtig, dass man diesen Ausdruck verleihen kann“, so Harmens.

Doch zunächst war die Frage der Finanzierung des Projektes zu klären.

Auf Initiative von Bürgermeister Christoph von den Driesch  hatte die Bürgerstiftung Herzogenrath um Spenden gebeten, um auch in Herzogenrath eine „Tihange-AUS-Säule installieren zu können. Dank der engagierten Unterstützung der Bürgerstiftung und bereitwilliger Spender konnte die Aktion bereits jetzt schon realisiert werden.

Mit einem Kleintransporter wurde die 500 Kilo schwere aus Stahl gefertigte Säule zu ihrem ersten Bestimmungsort im Stadtgebiet Herzogenrath gefahren, installiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. An zentraler Stelle auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz können die Passanten nun ab sofort für einen Monat den Hebel umlegen und ihrem Protest gegen den weiteren Betrieb des Kernkraftwerkes in Tihange Nachdruck verleihen. Bürgermeister Christoph von den Driesch und der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Peter Waliczek, sind sich einig: „ Wir alle wollen Tihange nicht! Mit dieser Säule können wir unseren Protest deutlich machen und das Kraftwerk symbolisch AUS-schalten. Wir hoffen, dass viele Passanten diese Möglichkeit des Protestes nutzen werden“.

Seit dem  06. April ist die Säule für vier Wochen auf dem August-Schmidt-Platz in Merkstein installiert. Einmal wöchentlich liest der städtische Bürger- und Präsenzdienst die Nutzerzahlen ab und teilt sie dann den Künstlern mit. Diese schicken unermüdlich Protestbriefe an die maßgeblichen Behörden in Belgien – bisher ohne jegliche Reaktion.

Die vielen Tausend Proteste überzeugen die Verantwortlichen in der belgischen Regierung dann hoffentlich  – denn wir alle wollen keinen SUPER GAU erleben!

Der aktuelle Stand der Protestzahlen wird regelmäßig auf der Website www.tihange-alarm.eu veröffentlicht.

Datum:26.01.2017

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