Pflegetag in Merkstein mit gutem Erfolg

Großes Angebot und interessanter Austausch unter den Anbietern

Mit sehr persönlichen Worten eröffnete der Merksteiner Pfarrer Heinz Intrau diese besondere Veranstaltung des Merksteiner Bildungswerks: „Wir haben als Familie vor einigen Jahren selbst die Pflege leisten wollen – das ging bis zur Erschöpfung.“ Dann habe er die professioneller Helferinnen und Helfer in den unterschiedlichen Pflegebereichen kennengelernt. „Und dabei habe ich erlebt, wie engagiert Menschen den Dienst am Anderen zur beruflichen Leidenschaft gemacht haben!“

Bürgermeister Christoph von den Driesch verwies in seinem Grußwort auch ausdrücklich auf das ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich: „Dies sorgt dafür, dass unsere Gesellschaft lebens- und liebenswert ist.“ Erfreut war er auch, dass fachkundige Ansprechpartner anwesend waren, um Informationen über das neue Pflegestärkungsgesetz zu geben.

16 unterschiedliche Anbieter von Hilfsleistungen waren auf diesem „Pflegetag“ im Pfarrheim St. Willibrord vertreten. Dazu zählten vier Anbieter aus dem pflegerisch versorgenden Bereich, Wohnangebote für Senioren, aber auch Beratungs- und Begleitdienste, die mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützend unterwegs sind bis hin zu einem Sanitätshaus, das ganz praktische Hilfsgeräte vorstellte.

Vier Stunden hatte der lebendige Markt geöffnet, es war Kommen und Gehen, und immer wieder kam es an den einzelnen Informationsständen zu intensiven und Einzelgesprächen. Dabei zeigte sich der Vorteil der bunten Vielfalt: Informationen über stationäres Wohnen im AWO-Seniorenheim gab es ebenso, wie Auskünfte der Städteregion über Versorgungsvollmacht und Pflegeregelungen. Das „Koordinationsbüro für das Alter“ der Stadt Herzogenrath zeigte die lokalen Unterstützungsangebote auf, während das Quartiersprojekt „Mitten in Merkstein“ Möglichkeiten der sozialen Begegnung aufzeigte und die Kirchengemeinde St. Willibrord auf ihre Hilfs- Treff- und Besuchsangebote hinwies. Und auch das Lebensende war mit im Blick: Auf einem gemeinsamen Stand boten der ambulante Hospizdienst St. Anna und die Palliativ-Versorgung HomeCare ihre Leistungen an.

Unterhaltsam war, dass die Tagespflege der AWO ein ihr Shuffleboard-Spiel mitgebracht hatte. Immer wieder versuchte jemand eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen … und zur Belohnung gab es einen gesunden Apfel.

Vertreter vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe bewarben ganz konkret mit Vorführmodellen den Hausnotruf: „Damit kann man länger in der gewohnten Umgebung bleiben und muss keine Angst haben. Und das trifft ja nicht nur auf Senioren zu. Mit unserem Hausnotruf versorgen wir alle, die es nötig haben, der jüngste Nutzer in der Region ist 27, die älteste 109 Jahre alt“, so Detlef-Peter Bauer vom DRK. In Herzogenrath sind aktuell ca. 175 Menschen mit den Notrufmeldern ausgestattet, „dies gibt auch den Angehörigen ein besseres Gefühl“, so Wolfgang Röntgen von den Johannitern.

Eine Teilnehmerin resümierte: „Ich habe eine hochbetagte Mutter, die ist noch sehr aktiv, aber ich mache mir doch Gedanken um ihre Zukunft. Hier habe ich an jedem Stand sehr hilfreiche Informationen bekommen und gehe jetzt viel sicherer nach Hause.“ Positive Erfahrungen berichtete auch Eva Peters vom gleichnamigen Sanitätshaus: „Es gibt immer wieder neue Hilfsgeräte, die Menschen mit Beeinträchtigungen das Leben erleichtern – und manchen konnten wir eine Reihe von sehr hilfreichen Tipps geben.“

Neben den vielen Angeboten für die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen hatte der Markt auch positive Auswirkung auf das Netzwerk der unterschiedlichen Anbieter, „hier lernt man auch einmal Menschen kennen, mit denen man sonst nur telefoniert oder Daten austauscht“, so eine Vertreterin eines Pflegedienstes. Ähnlich waren auch die Erfahrungen des Hospizdienstes und der Alzheimergesellschaft.

Datum:14.03.2017

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